Schön, dass Sie da sind ...

... und herzlich willkommen auf unseren Webseiten!

Die TelefonSeelsorge Düren - Heinsberg- Jülich berät Menschen am Telefon, per Mail oder im Chat. Die Seelsorge wird von sechzig ehrenamtlich qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet.

Lernen Sie uns und unsere Angebote in unserem Webauftritt kennen.

Nähe erleben in sicherer Distanz

von Kirsten Prey

20 Jahre TelefonSeelsorge im Internet

Am 14. November feiert  die TelefonSeelsorge in Deutschland das 20-jährige Jubiläum der Internet-Seelsorge mit spannenden Vorträgen und Workshops, Theater und einem Fotowettbewerb zum Thema.

Das Internet ist das Leitmedium unserer Gesellschaft. In Deutschland waren kreative Telefonseelsorgerinnen und Telefonseelsorger die Ersten, die sich dieser Entwicklung im Bereich der Seelsorge und Beratung stellten. Die Telefonseelsorge verfügt über eine in Jahrzehnten gewachsene Kompetenz im Umgang mit den Chancen und den Herausforderungen medial vermittelter Seelsorge. Auf diesem Hintergrund begannen vor 20 Jahren hauptamtlich Mitarbeitende in Köln, Krefeld und Hagen Mail und Chat für Seelsorge und Beratung zu erproben. Sehr schnell wurde deutlich, dass Mail und Chat gute Möglichkeiten bieten, um verzweifelten jungen Frauen und Männern im Internet Gehör und Begleitung zu schenken. Die Telefonseelsorge im Internet wird einerseits von jungen Erwachsenen genutzt, die sich selbstverständlich im Netz aufhalten; das Internet ist einfach ihr Medium und Schreiben ist für sie eine wichtige Kontaktmöglichkeit. Anderseits wird  Mail und Chat von Ratsuchenden genutzt, für die die Anonymität des Internets besonders wichtig ist. Menschen, die traumatisierende Situationen durchlitten haben brauchen den Schutz der Anonymität und gleichzeitig die Nähe und die Begegnung, die im Internet möglich sind. Nähe erleben in sicherer Distanz, das ist die besondere Chance der Telefonseelsorge im Internet.

 

MOVE: diese Buchstaben stehen für ein Konzept der Drogenberatung

von Kirsten Prey

MOVE: diese Buchstaben stehen für ein Konzept der Drogenberatung, das Menschen, die ihren Drogenkonsum reduzieren wollen, unterstützt.

Herr Schön vom SPZ Düren Sozialpädagogisches Zentrum Sucht- und Drogenberatung www.spz.de hat uns dies Konzept vorgestellt und in seinen Ansatz eingeführt.

Dabei haben wir uns mit folgenden Fragen befasst: Wie stehe ich persönlich eigentlich zu Drogen? Wie halte ich es mit dem Rauchen und Alkohol? Und wie ist das, wenn man mit einer Sucht aufhören will – und merkt, dass man es nicht schafft? Wie gehe ich damit um, wenn ich ambivalent bin? Und was hilft, mit Ambivalenzen umzugehen und Rückschläge zu verkraften?

Diese Fragen zeigen: Abstand von Drogen ist ein komplexes und vielschichtiges Thema. Für uns in der TelefonSeelsorge können wir sagen: einen Anfang zu einer unterstützenden Begleitung per Telefon haben wir gemacht. Auch, wenn noch so manche Fragen offen sind: wir sind sensibler geworden für die Bedeutung von Ambivalenzen und Interventionen, die hilfreich sind.

Stigmatisierung von psychisch kranken Menschen

von Margot Kranz

Rund 30 % junge Menschen reden mit uns in der TelefonSeelsorge über ihr seelisches Befinden. Häufig ist bei ihnen (noch) keine psychische Erkrankung diagnostiziert. Gerade bei den Menschen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren hat die Korrelation von Einsamkeit und Suizidgedanken eine signifikant hohe Ausprägung. Bei den 60- 69 Jährigen ist ebenfalls ein ausgeprägter Anstieg der Gespräche mit Suizidgedanken statistisch auffällig. (Quelle: Bundesstatistik TelefonSeelsorge) 

Psychische Probleme, depressive Episoden, Depressionen etc. gehören also in diesen Zeiten scheinbar zu unserer Gesellschaft dazu. Depression kann jede und jeden treffen. Früherkennung und Aufklärung können helfen.  Daher haben wir die Berichterstattung zum germanwings Absturz - insbesondere die zum psychisch kranken Piloten - mit Besorgnis verfolgt. Wir befürchten, dass damit eine Stigmatisierung von psychisch Erkrankten geschürt wird, die es Erkrankten schwerer macht, frühzeitig Hilfe aufzusuchen. 

Seelische Trümmer

von Margot Kranz

Frau Bettina Alberti

Bei einer Lesung las die Autorin Bettina Alberti aus ihrem Buch „Seelische Trümmer – geboren in den 50 und60er Jahren: Die Nachkriegsgeneration im Schatten des Kriegstraumas".                                           Im Anschluss an diese Lesung nahmen 36TelefonSeelsorgerinnen und –Seelsorger an einer Fortbildung mit Bettina Alberti teil.

Im Buch befasst sich die Autorin mit den Generationen, die in den 50er und 60ern Jahren geboren wurden. Die Eltern dieser Menschen mussten einst die materiellen Trümmer beseitigten, und das trotz erlittener Verlusterfahrungen, Tod, Gewalt und oft nicht aussprechbarer erlebter Grausamkeiten.m Buch werden Interviews aus langjährigen Therapieprozessen veröffentlicht. Aber auch die nachfolgenden Generationen leiden zum Teil noch heute unter vielfältigen Traumata. Selbst bei den Kindern der Kriegskinder zeigen sich Gefühle von Einsamkeit, Unsicherheit, Angst und Entwurzelung. Viele Beispiele von Betroffenen verdeutlichen, wie die Folgen dieser seelischen Verletzung geheilt werden können.  

Dabei wurden auch beim Zuhörer bewegende Bilder, Erinnerungen und Gefühle hervorgerufen. "Es tut gut, dass über das Schweigen, das in unserer Familie herrschte, hier in unserem Kreis frei gesprochen werden kann“, sagte eine 51-jährige Teilnehmerin.

Diese Lesung war eine Weiterentwicklung aus unserem 2013 begonnen Projekt zum Thema „Schatten des Krieges - Fragen der Kriegskinder und der Kinder der Kriegskinder".  Das Projekt und auch die aktuelle Lesung im vergangenen Monat konnten dank der Unterstützung des Lions- Clubs Düren Rurstadt durchgeführt werden. Dafür bedanken wir uns herzlich.

 

Wenn die Seele krank ist

von Margot Kranz

Der Umgang, die besondere Zuwendung im Gespräch sowie die Begleitung psychisch kranker Menschen war der Mittelpunkt unserer Fortbildung. Lebendig gestaltet wurde diese von der Klinikseelsorgerin und Pfarrerin Ulrike Grab .
Als Folge dieser eindrücklichen Fortbildung gab es eine Einladung zu einem Besuch der Psychiatrie. Ziel war es, die Einrichtung von innen zu erfahren, um persönliche Bilder und Vorurteile zu überprüfen. 20 TelefonSeelsorgerinnen und -Seelsorger kamen der Einladung gerne nach. Die Betreuung, Angebote und Formen der Unterstützung für Patienten wurden vorgestellt. Die Teilnehmenden hat das breite Spektrum an Hilfeleistungen überrascht und beeindruckt.