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Die TelefonSeelsorge Düren - Heinsberg- Jülich berät Menschen am Telefon, per Mail oder im Chat. Die Seelsorge wird von sechzig ehrenamtlich qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet.

Lernen Sie uns und unsere Angebote in unserem Webauftritt kennen.

MOVE: diese Buchstaben stehen für ein Konzept der Drogenberatung

von Kirsten Prey

MOVE: diese Buchstaben stehen für ein Konzept der Drogenberatung, das Menschen, die ihren Drogenkonsum reduzieren wollen, unterstützt.

Herr Schön vom SPZ Düren Sozialpädagogisches Zentrum Sucht- und Drogenberatung www.spz.de hat uns dies Konzept vorgestellt und in seinen Ansatz eingeführt.

Dabei haben wir uns mit folgenden Fragen befasst: Wie stehe ich persönlich eigentlich zu Drogen? Wie halte ich es mit dem Rauchen und Alkohol? Und wie ist das, wenn man mit einer Sucht aufhören will – und merkt, dass man es nicht schafft? Wie gehe ich damit um, wenn ich ambivalent bin? Und was hilft, mit Ambivalenzen umzugehen und Rückschläge zu verkraften?

Diese Fragen zeigen: Abstand von Drogen ist ein komplexes und vielschichtiges Thema. Für uns in der TelefonSeelsorge können wir sagen: einen Anfang zu einer unterstützenden Begleitung per Telefon haben wir gemacht. Auch, wenn noch so manche Fragen offen sind: wir sind sensibler geworden für die Bedeutung von Ambivalenzen und Interventionen, die hilfreich sind.

Stigmatisierung von psychisch kranken Menschen

von Margot Kranz

Foto © PFab

Rund 30 % junge Menschen reden mit uns in der TelefonSeelsorge über ihr seelisches Befinden. Häufig ist bei ihnen (noch) keine psychische Erkrankung diagnostiziert. Gerade bei den Menschen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren hat die Korrelation von Einsamkeit und Suizidgedanken eine signifikant hohe Ausprägung. Bei den 60- 69 Jährigen ist ebenfalls ein ausgeprägter Anstieg der Gespräche mit Suizidgedanken statistisch auffällig. (Quelle: Bundesstatistik TelefonSeelsorge) 

Psychische Probleme, depressive Episoden, Depressionen etc. gehören also in diesen Zeiten scheinbar zu unserer Gesellschaft dazu. Depression kann jede und jeden treffen. Früherkennung und Aufklärung können helfen.  Daher haben wir die Berichterstattung zum germanwings Absturz - insbesondere die zum psychisch kranken Piloten - mit Besorgnis verfolgt. Wir befürchten, dass damit eine Stigmatisierung von psychisch Erkrankten geschürt wird, die es Erkrankten schwerer macht, frühzeitig Hilfe aufzusuchen. 

von Margot Kranz

Frau Bettina Alberti

Bei einer Lesung las die Autorin Bettina Alberti aus ihrem Buch „Seelische Trümmer – geboren in den 50 und 60er Jahren: Die Nachkriegsgeneration im Schatten des Kriegstraumas". Im Anschluss nahmen 36 TelefonSeelsorgerinnen und –Seelsorger an einer Fortbildung mit Bettina Alberti teil.

Im Buch befasst sich die Autorin mit den Generationen, die in den 50er und 60ern Jahren geboren wurden. Die Eltern dieser Menschen mussten einst die materiellen Trümmer beseitigten, und das trotz erlittener Verlusterfahrungen, Tod, Gewalt und oft nicht aussprechbarer erlebter Grausamkeiten.m Buch werden Interviews aus langjährigen Therapieprozessen veröffentlicht. Aber auch die nachfolgenden Generationen leiden zum Teil noch heute unter vielfältigen Traumata. Selbst bei den Kindern der Kriegskinder zeigen sich Gefühle von Einsamkeit, Unsicherheit, Angst und Entwurzelung. Viele Beispiele von Betroffenen verdeutlichen, wie die Folgen dieser seelischen Verletzung geheilt werden können.  

Dabei wurden auch beim Zuhörer bewegende Bilder, Erinnerungen und Gefühle hervorgerufen. "Es tut gut, dass über das Schweigen, das in unserer Familie herrschte, hier in unserem Kreis frei gesprochen werden kann“, sagte eine 51-jährige Teilnehmerin.

Diese Lesung war eine Weiterentwicklung aus unserem 2013 begonnen Projekt zum Thema „Schatten des Krieges - Fragen der Kriegskinder und der Kinder der Kriegskinder".  Das Projekt und auch die aktuelle Lesung im vergangenen Monat konnten dank der Unterstützung des Lions- Clubs Düren Rurstadt durchgeführt werden. Dafür bedanken wir uns herzlich.

 

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Wenn die Seele krank ist

von Margot Kranz

Der Umgang, die besondere Zuwendung im Gespräch sowie die Begleitung psychisch kranker Menschen war der Mittelpunkt unserer Fortbildung. Lebendig gestaltet wurde diese von der Klinikseelsorgerin und Pfarrerin Ulrike Grab .
Als Folge dieser eindrücklichen Fortbildung gab es eine Einladung zu einem Besuch der Psychiatrie. Ziel war es, die Einrichtung von innen zu erfahren, um persönliche Bilder und Vorurteile zu überprüfen. 20 TelefonSeelsorgerinnen und -Seelsorger kamen der Einladung gerne nach. Die Betreuung, Angebote und Formen der Unterstützung für Patienten wurden vorgestellt. Die Teilnehmenden hat das breite Spektrum an Hilfeleistungen überrascht und beeindruckt.

von Margot Kranz

Foto und Text: Joh. de Kleine

„Ich wollte mal anrufen. Ich halt das nicht mehr aus . . .“

Mitarbeitende der TelefonSeelsorge Düren-Heinsberg-Jülich eingeführt

Fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit fand im Gemeindezentrum Birkesdorf der Evangelischen Gemeinde zu Düren ein Gottesdienst statt. Ungewöhnlich, weil evangelische Gottesdienste immer öffentlich sind. Normal aber, wenn es um die TelefonSeelsorge (TS) geht: gilt es doch, die Anonymität der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu wahren, damit die Anrufenden unbefangen reden können.

Die Leiterin der TS, Margot Kranz, konnte dennoch viele Menschen begrüßen. Viele bereits in der TS Tätige waren gekommen; der Kirchenchor Lammersdorf unter der Leitung von Frau Scheidweiler-Pleines gestaltete den Gottesdienst musikalisch und füllte allein schon die Hälfte der Plätze; und schließlich waren neben der TS-Pfarrerin Kirsten Prey, dem TS-Kuratoriums-Vorsitzenden Thomas Thönneßen und seiner Stellvertreterin Pfarrerin Ulrike Grab die Vertreter der beiden Träger anwesend: Regionaldekan Pfarrer Hans Doncks für die katholische sowie Superintendent Pfarrer Jens Sannig für die evangelische Kirche, genauer: der eine für das Bistum Aachen, der andere für den Evangelischen Kirchenkreis Jülich.

 

Vielleicht geschieht ein Wunder?

Pfarrerin Kirsten Prey beschrieb in ihrer Predigt den Alltag der Mitarbeitenden in der TS. Das Zuhören, Dabeibleiben, Not einen Moment lang mit aushalten. Auch die Ohnmacht, die Trauer, die Schmerzen, die Wut oder die Verzweiflung der Anrufenden auszuhalten. Ein schwieriger Dienst, weil man in der Regel die Situation des Anrufenden nicht ändern kann. Weil, so die Aussage einer Mitarbeiterin, man am Telefon keine Wunder vollbringen könne. Dass es dennoch eine Hilfe sein kann oder der Anfang von Hilfe, einfach einmal alles aussprechen, sich von der Seele reden zu können, auch das ist eine Erfahrung in der TS. Und in ihrer Auslegung der Geschichte von der Heilung eines epileptischen Jungen aus dem Markusevangelium kam Pfarrerin Prey dann zu einer überraschenden Antwort auf die Frage, was eine Mitarbeiterin, ein Mitarbeiter der TS am Telefon in einem Gespräch bewirken kann:  „Können wir dann Wunder vollbringen? Heute möchte ich antworten: wer weiß?

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