Schön, dass Sie da sind ...

... und herzlich willkommen auf unseren Webseiten!

Die TelefonSeelsorge Düren - Heinsberg- Jülich berät Menschen am Telefon, per Mail oder im Chat. Die Seelsorge wird von sechzig ehrenamtlich qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet.

Lernen Sie uns und unsere Angebote in unserem Webauftritt kennen.

Zuhören können

von Margot Kranz

Sie waren in der Heinsberger Christuskirche gewissermaßen unter sich – die Mitarbeitenden der ökumenischen TelefonSeelsorge (TS) Düren-Heinsberg-Jülich, und das aus gutem Grund: Ihre Arbeit am Telefon geschieht absolut anonym. Folglich wurden die zehn neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem ökumenischen Gottesdienst im kleinen Kreis in ihren Dienst eingeführt. Mit dabei Regionaldekan Gottfried Maria Graaff für den katholischen Träger der TS und Superintendent Pfarrer Jens Sannig für den evangelischen Träger sowie die beiden Supervisorinnen, die den Ausbildungskurs begleitet hatten.

Grußworte: Mitarbeitende als Gottes Ohr ermutigen ihre Mitmenschen

„Wenn das Herz in Angst und Traurigkeit erlebt, versinkt die Seele in der Dunkelheit der Nacht.“ Dieser Lebenserfahrung, so der Regionaldekan in seinem Grußwort, setzen die Mitarbeitenden der TS ein offenes Ohr, Aufmerksamkeit und Zuwendung für die Anrufenden entgegen. Sie erfüllen damit den Auftrag, den jeder Christenmensch in der Taufe erhält, und zu dem ihm der Heilige Geist die Kraft schenkt: für den Mitmenschen da zu sein, ihn zu ermutigen. Für diesen wichtigen und oft schwierigen Dienst dankte der Geistliche den Mitarbeitenden der TS.

Für den evangelischen Kirchenkreis Jülich überbrachte Superintendent Jens Sannig Grüße und Segenswünsche. Es sei nicht selbstverständlich, dass an allen Tagen des Jahres rund um die Uhr jeweils ein Mensch am Telefon bereit sei, zuzuhören und zu helfen. Die Mitarbeitenden als „Ohr Gottes“ verwirklichten die Tageslosung aus dem 142. Psalm: „Wenn mein Geist in Ängsten ist, so nimmst du dich meiner an.“ In Ängsten und Dunkelheiten des Lebens könne die Seelsorge, einer der ursprünglichen Aufträge der Kirche, Situationen verändern und neue Perspektiven eröffnen. Er dankte den Mitarbeitenden herzlich für ihren Dienst und wünschte auch den Neuen Gottes Segen.     

 

Schuld und Schuldgefühle

von Margot Kranz

Drei Zitate von Philosophen unterschiedlicher Zeiten bildeten die Ausgangsbasis für eine intensive Diskussion des Themas „Schuld“. Markus Melchers, philosophischer Praktiker, erarbeitete mit uns, was das eigentlich ist: „Schuld“. Schuldgefühle, woran erkenne ich sie? Ist Schuld überholt, wo ich doch auch andere Begriffe finden kann, die vielleicht treffender bezeichnen, was als Schuld erlebt wird? Ist nicht sowieso oftmals „Verantwortung“ der passendere Begriff für „Schuld“?

Je länger wir uns mit dem Begriff „Schuld“ auseinandersetzten, umso klarer wurde, wie komplex das Thema ist. Und zugleich wie viel Spaß es macht, zu denken und zu differenzieren. Es rauchten uns die Köpfe und so manche Augen strahlten. Nach zwei Stunden Diskussion in einer großen Gruppe gingen die meisten von uns froh und belebt, mit neuen Aspekten bereichert, nach Hause.

Noch tastender Engel – ein Besuch der Klee-Ausstellung Engel

von Margot Kranz

In seinen letzten Jahren hat Paul Klee eine Reihe von Engeln gemalt: Figuren, die mit nur wenigen Strichen gezeichnet wurden und erst auf den zweiten Blick als Engel erkennbar sind. Mit einer Gruppe von acht TelefonSeelsorgerinnen haben wir uns auf den Weg gemacht, um sie zu betrachten. Sie sehen so anders aus als Engel allgemeinhin üblich. Und sie haben eins gemeinsam: sie alle sind Wesen, die nicht fertig sind. Sie heißen z.B.  „noch weiblich“, „noch hässlich“ oder „noch tastend“.

Beten- Worte und mehr

von Margot Kranz

Was uns trägt. Gebete sind Worte und mehr.

Einen Abend lang haben wir uns Zeit genommen, darüber zu sprechen, was Gebete für uns bedeuten. In unserer Kultur ist Beten etwas sehr persönliches. Zu teilen, wie wir Beten erleben und praktizieren, setzt Vertrauen voraus und schafft Verbundenheit. Es war uns wichtig, zu erkennen, wie eine TSlerin sagte, dass Beten „manchmal hilfreich die Sorgen und Wünsche – überhaupt das ganze Anliegen eines Anrufenden zusammenfassen kann und damit an eine höhere Instanz abgegeben werden kann.“ 

„Ausbildung ging zu Ende“ : Jetzt hören 22 neue Ohren zu

von Margot Kranz

Am Wochenende 8./9. März endete eine Ausbildungsgruppe mit elf Teilnehmenden, die sich ein Jahr lang intensiv anhand von Selbsterfahrung und durch das Erlernen einer achtungsvollen Haltung gegenüber Anrufenden am Telefon auf den Dienst vorbereitet haben.