Suizidprävention

2016-08-03 06:50 von Kirsten Prey

Damit das Leben weitergeht

IFOTES 2016 - Ein kurzer Rückblick

2016-07-25 10:16 von Kirsten Prey

 

Das Programm war entsprechend bunt: es gab hervorragende Vorträge, vertiefende Foren, lebendige Workshops, Andachten und einen ökumenischen Gottesdienst sowie ein vielseitiges soziales Programm.

Inhaltlich ging es immer wieder um die Frage, wie das Leben weitergehen kann (For life to go on) – wenn ein Mensch Suizidgedanken und –absichten hat. Was ist dann hilfreich? Und was ist vielleicht gut gemeint, erreicht aber einen Menschen in seiner Not nicht?

Dabei wurden viele Aspekte beleuchtet. Wie die Bedeutung, welche die Erfahrung von Einsamkeit hat – in welchem Zusammenhang Selbstverletzung zum Suizid steht – und wie wohl tuend es sein kann, von eigenen Suizidgedanken sprechen zu können.

Von unserer Stelle waren wir mit 21 Ehrenamtlichen und einer Hauptamtlichen vor Ort. Als Nachbarstelle der TelefonSeelsorge Aachen haben einige unserer Ehrenamtlichen den Kongress als Volunteers begleitet.

All die Erfahrungen zu sortieren, einzelnem nachzuspüren und anderes nachzulesen wird uns in den nächsten Wochen beschäftigen. Doch schon jetzt lässt sich sagen, dass der Kongress ein großer Gewinn für uns Teilnehmende war. Und ich gehe davon aus, dass wir noch einmal anders auf Anrufende bei uns eingehen können, die sich nicht sicher sind, ob sie weiterleben möchten und wenn ja, wie.

Pfrn Kirsten Prey

Der internationale Kongress IFOTES 2016 „vor der Haustür“

2016-05-20 11:25 von Margot Kranz

Ein Kulturprogramm für die Gäste zeigt die Vielfalt Aachens und greift die Dreiländereckkonstellation auf.

Viele Ehrenamtliche  und Hauptamtliche sind aktiv bei den Planungen und laufen bei ihren Vorbereitungen, die internationalen Gäste in Aachen  willkommen zu heißen auf Hochtouren. Die Planung von ca. 1.500 Gästen scheint beim derzeitigen  Stand der Anmeldung von über 1.300 aufzugehen.

Die Anfänge der TelefonSeelsorge liegen genau 60 Jahre zurück- nämlich in der Beratung von Lebensmüden. So nimmt auch dieser Kongress dieses Thema zum Anlass, sich heute mit den aktuellen Fragen der Suizidprävention auseinander zu setzen.

Und im Anschluss an den Kongress am 23. Juli feiert dann die TelefonSeelsorge Deutschland ihr 60 jähriges Jubiläum mit einem Hochamt im Dom und einem anschließenden Empfang und Festakt im Aachener Rathhaus.

Insgesamt werden diese Großereignisse  neue Impulse für den Dienst der insgesamt über 8.000 Ehrenamtlichen in der TelefonSeelsorge Deutschland bieten und darüberhinaus den insgesamt 21.000 Freiwilligen aus 23 Nationen, die sich für Menschen in Krisen und Ängsten in den Diensten der TelefonSeelsorge sowie der Krisentelefone engagieren.

Nicht zuletzt ist der IFOTES- Congress selber Geburtstagskind und wird 50 Jahre.

Lesen Sie mehr auf www.ifotescongress2016.org

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-kirche-in-wdr-3-4-5/audio-klaus-nelissen-126.html 

Suizidgedanken und Suizidalität

2016-04-01 16:35 von Margot Kranz

All das kam bei Herrn Schramm nicht in Form des üblichen Fortbildungsprozederes von Vortrag, Präsentation und Untergruppen daher. Im Grunde verbrachten wir bis auf die Pausen den gesamten Tag anhand der Themen unserer „Vorstellungsrunde“, die um 16.00h mit den Erfahrungen der letzten Teilnehmerin in der Runde endete. Ein Novum für uns und für den Referenten gleichermaßen, der dann wohlweißlich auf die sonst übliche Abschlussrunde verzichtete.

Das Thema, das gewiss nie leicht sein kann, war in dieser Gruppe intensiv und sehr lebendig angepackt worden. Und zum Schluss gab uns Herr Schramm mit dem für ihn typischen Humor mit auf den Weg: „Denken Sie in Ihrem nächsten Dienst daran: Nicht jeder Mensch, der auf dem Dach steht, ist suizidal. Vielleicht handelt es sich ja um den Dachdecker.“

Ich glaube, wir sind auf diese Weise wirklich gut mit der Ernsthaftigkeit und der Achtsamkeit in Kontakt gekommen, die wir in Gesprächen  Menschen, die Suizidgedanken äußern, schenken wollen . Das Unaussprechliche aussprechen zu dürfen, kann bereits eine echte Entlastung bewirken.

Stigmatisierung von psychisch kranken Menschen

2015-07-08 07:23 von Margot Kranz

Unsere Gedanken zum germanwings Absturz

Foto © PFab

Über Suizidgedanken zu reden, kann helfen

2013-10-11 09:07 von Margot Kranz

Foto © PFab

 

 

 

 

Alle fünf Minuten findet in Deutschland ein Suizidversuch statt.

Zwar sind die Zahlen der begangenen Suizide in unserem Land im Vergleich zu Vorjahren leicht

rückläufig – doch bleiben sie erschreckend hoch.

Allein in den Kreisen Heinsberg und Düren setzten 52 Menschen im Jahre 2012 ihrem Leben ein

Ende. Das sind 52 Menschen, die keinen anderen Weg für sich sahen als ihr Leben zu beenden.

Jeder von ihnen ist ein Mensch zu viel.

Als TelefonSeelsorgerInnen sitzen wir nicht zuletzt 24 Stunden am Tag am Telefon, um Menschen,

die verzweifelt sind und an Suizid denken, AnsprechpartnerIn zu sein. Über eigene Not zu reden,

kann helfen. Über eigene Suizidgedanken zu sprechen bringt ein wenig Abstand zu den Sorgen, die

einen zu erdrücken drohen. Und so bleibt Suizid vielleicht nicht die einzige Lösung, die man sieht.

Als TelefonSeelsorge nehmen wir uns Zeit für jeden Menschen, der nicht weiter weiß. Wir haben

keine fertigen Antworten, doch ein offenes Ohr und hörendes Herz.

Kirsten Prey

 

Literaturhinweis: "Etwas Besseres als den Tod..."  Suizidalität im Alter; Projekt Lebenslinien 2011- 2014

                         Hrsg.  Diakonie Rheinland Westfalen Lippe