Seelische Trümmer

2015-07-06 14:13 von Margot Kranz

Lesung mit Bettina Alberti

Frau Bettina Alberti

Das in der Gesellschaft und in den Familien oft beiseite gedrängte Thema schafft sich Raum. Wir möchten in der TelefonSeelsorge, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über eigene Ängste und Entbehrungen als Folge der Nachkriegszeit reflektieren können. Schließlich gibt es nicht nur bei den Anrufenden, sondern auch in uns Gefühle, die unsere sind ... und doch nicht unsere.

Es waren Scham, Angstgefühle, Ausgeschlossensein in Bestrafungen und viele prägende Familienbotschaften, wie z.B.

  • "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen." oder
  • "Nichts Umkommen lassen…"

denen oft tiefgreifende Not als Hintergrund entsprang. Am Ende der Fortbildung konnten aus der eigenen Geschichte resultierende Stärken wie Selbstbewusstsein sowie die Gewissheit „Es gibt immer einen Weg“ entdeckt werden. Diese Ressource ist eine wunderbare Basis, auf der sich die TelefonSeelsorgerinnen und –Seelsorger Gesprächen mit Menschen, die über Kriegsschatten reden möchten, mit Offenheit zuwenden können. Gespräche am Telefon oder Kontakte in der MailSeelsorge können mit diesem Hintergrundwissen manches Mal verständlicher werden.

Werfen Sie hier einen Blick in das Buch.

 

weiterer Hinweis zum Thema: der Beitrag von Frau Luise Reddemann, Traumapsychologin im Gespräch in WDR 5, Beitrag vom 06.07.2016

http://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/tischgespraech/reddemann100.html